| Gräfenroda am Fuß des Thüringer Waldes |
|||||
Im Tal der Wilden Gera am Nordosthang des Thüringer Waldes, umgeben von Wald und Bergen, liegt Gräfenroda. Der Name „Gräfenroda“ weist auf eine Rodung gräflichen Gebiets hin. Erstmals erwähnt wird der Ort auf einer Pfändungsurkunde des Jahres 1290. Darin zwang die Hersfelder Abtei den Grafen Günther von Käfernburg zum Verpfänden des Ortes samt des dazugehörigen Waldes. Zwölf Jahre später verlor der Graf alle Rechte am Ort. Nach dem Verkauf Gräfenrodas an die Schwarzburger im Jahre 1332 gehörte es später zum Liebensteiner Besitz. Wichtigeste Existenzgrundlage für die Einwohner war der Wald. Holzhauer, Schneidemüller, Köhler, Harzer, Pechsieder und Fuhrleute waren ebenso typische Berufe wie Wagner, Schmied, Schuster, Schreiner und Zimmermann. Das Ortsbild im 16. Jahrhundert wurde durch drei Mühlen im Dorf und sechs im Tal der Wilden Gera geprägt.
Die Industrialisierung begann 1816 durch Johann Heinrich Kühn mit seiner Firma, die Turmuhren herstellte. Es folgte z. B. 1874 die Herstellung von Tonfiguren durch Herrn Griebel. Dank Herrn Griebel ist Gräfenroda auch als Wiege der Gartenzwerge bekannt. Später entstanden dann eine Glashütte und eine Glasschleiferei. Heute lädt Gräfenroda mit seinen Denkmälern und traditionellen Handwerksbetrieben zum Verweilen und Staunen ein. In der St.-Laurentius Kirche, die von 1731 bis 1733 erbaut wurde, kann ein über 500 Jahre alter dreiteiliger Schnitzaltar besichtigt werden. Ein gut beschildertes Netz von herrlichen naturbelassenen Wanderwegen stellt für Wanderfreude und Radler eine echte Bereicherung dar. Je nach Jahreszeit kann man der aktiven Erholung nachkommen. Weiter Informationen finden Sie unter www.graefenroda.de. |
|||||